Einheimische Sprue - Klinik, Morphologie und neue diagnostische Methoden
Vortragsveranstaltung
Ort
Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Datum
28.11.2000 um 20:00 Uhr
Anmeldung
Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.
Hinweis
Diese Veranstaltung ist ärztliche Fortbildung im Sinne der Richtlinien der Ärztekammer Hamburg und kann von Ihnen als Fortbildungsnachweis unter Nennung von Fortbildungsthema, Zeit und Ort gegenüber der Ärztekammer Hamburg angegeben werden.
Programm
20.15 Uhr Prof. Dr. I. Koop Einheimische Sprue - Eine unterdiagnostizierte Erkrankung?
21.00hr
Prof. Dr. S. Schröder
Bioptische Diagnostik und Differentialdiagnostik
21.15 Uhr
Dr. A. Kromminga
Optimierte serologische Diagnostik der glutensensitiven Enteropathie
21.30 Uhr
Diskussion
zum Thema:
Die glutensensitive Enteropathie (GSE, einheimische Sprue, Zöliakie) stellt eine chronische, exogen induzierte Autoimmunerkrankung dar, die durch eine Zottenatrophie und damit Abflachung der Dünndarmmukosa gekennzeichnet ist. Oligosymptomatische Verläufe sowie Assoziationen mit anderen autoimmunen und nicht-autoimmunen Erkrankungen erschwerten bislang nicht selten die Diagnosestellung. Erst die kürzliche Charakterisierung des Autoantigens gewebsspezifische Transglutaminase ermöglichte die Entwicklung einfacher Screening-Methoden, mit deren Hilfe in Zukunft bedeutend mehr von dieser bislang unterdiagnostizierten Erkrankung betroffene Patienten identifiziert werden können. Darüber hinaus ist durch den serologischen Nachweis von Autoantikörpern gegen gewebsspezifische Transglutaminase eine Abgrenzung von anderen Malabsorptionssyndromen möglich. Die Verfügbarkeit des rekombinanten humanen Antigens wird zudem weitere Einblicke in den bislang ungeklärten Pathomechanismus der GSE eröffnen.
Die Vorträge sollen Verständnis für die aktuellen pathophysiologischen Konzepte und die sich daraus ergebenden diagnostischen Möglichkeiten, aber auch für die differentialdiagnostischen Probleme bei der Erkennung der GSE vermitteln.