Diagnostik und Therapie spezieller Gerinnungsstörungen

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

12.02.2008 um 20:00 Uhr

Anmeldung

Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg hat diese Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten bewertet.

Programm

20.15 Uhr Dr. med. M. Hohl-Taheri
Einführung

20.25 Uhr Dr. med. U. Scholz
Schwangerschaft und Thrombose

20.50 Uhr Dr. med. U. Pachmann
HIT-Diagnostik

21.15 Uhr PD Dr. med. C. M. Schambeck
Thrombophilie-Diagnostik - „Was macht Sinn?“

21.40 Uhr Dr. med. C. Sucker
Erworbene Hemmkörper-Hämophilie

22.05 Uhr Diskussion

22.30 Uhr Ende der Veranstaltung

zum Thema:

Im ersten Beitrag wird eine Übersicht über thromboembolische Ereignisse in der Schwangerschaft und im Wochenbett dargestellt. Neben den akuten Erkrankungen stellen insbesondere die thrombophilen Risikofaktoren einen wichtigen Aspekt in der Diagnostik und Therapie dar. Ein differenziertes Vorgehen in der Behandlung dieser Patienten ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.

Heparine können unerwünscht Thrombozytenaktivierung mit Thrombose- und Emboliegefahr (HIT Typ II) induzieren. Häufigkeit und Frühsymptome sind bekannt, zum Pathomechanismus finden sich Hypothesen.
Zur Behandlung von HIT Typ II sind mehrere Fertigsarzneimittel zugelassen. Die Diagnose-verfahren unterscheiden sich deutlich. Ihr Nutzwert steigt, je rascher auch therapierelevante Differentialdiagnosen geklärt werden.

Die Multiparameteranalyse des Thrombophilie-Screenings erfährt in den letzten Jahren zunehmend Kritik. Propagiert wird die Einschätzung des Rezidivrisikos nicht mehr mit Hilfe der herkömmlichen Abklärung, sondern anhand von ‚Globaltesten’, wie dem D-Dimer-Wert oder dem endogenen Thrombinpotential. Neuere Interventionsstudien wie die PROLONG-Studie untermauern bereits den Nutzen dieser Strategie. Doch kommen dem Thrombophilie-Screening auch andere Aufgaben als nur die Einschätzung der Rezidivwahrscheinlichkeit zu. Freilich sollte nicht Gewohnheit, sondern der tatsächliche Benefit für den Patienten Richtschnur einer rationalen Diagnostik sein.

Bei der erworbenen Hemmkörper-Hämophilie handelt es sich um eine sehr seltene erworbene Hämostasestörung, die durch Autoantikörper (Inhibitoren) gegen den plasmatischen Gerinnungsfaktor VIII:C hervorgerufen wird. Betroffene Patienten weisen eine potentiell lebensbedrohliche Blutungsneigung auf. In dem Vortrag wird auf Pathogenese, klinisches Bild, Diagnostik und Therapie der erworbenen Hemmkörper-Hämophilie eingegangen.