Allergien – Von Nahrungsmitteln und Umwelt

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

29.09.2009 um 20:00 Uhr

Anmeldung

Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Diese Fortbildungsveranstaltung wurde von der Ärztekammer Hamburg anerkannt und mit 5 Punkten bewertet.

Programm

20.15 Uhr Dr. A. Lämmel
Einführung

20.30 Uhr PD Dr. A. Kromminga
Immunologisch bedingte Hyperreaktivitäten

21.00 Uhr PD Dr. R. Brehler
Klinik und Therapie von Nahrungsmittelallergien unter besonderer Berücksichtigung von Kreuzallergien

22.00 Uhr Diskussion

22.30 Uhr Ende

zum Thema:

Heuschnupfen, allergisches Asthma, Neurodermitis und IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergien stellen Erkrankungen des atopischen Formenkreises dar. Die Prävalenz dieser Erkrankungen hat in den letzten vier Dekaden in den westlichen Industrieländern deutlich zugenommen, insbesondere aufgrund veränderter Umwelt- und Lebensbedingungen.

Erkrankungen, die durch eine Reaktion auf Nahrungsmittel (NM) hervorgerufen werden, sind sehr vielseitig und in ihrer individuellen Ausprägung unterschiedlich. Für die Therapie ist von entscheidender Bedeutung, die Ursache der Erkrankung ausfindig zu machen. Immunologisch bedingte NM-Intoleranzen stellen wegen der unterschiedlichen Ätiopathogenese klinisch sehr heterogene Krankheitsbilder dar. Während bei Kindern Nahrungsmittelallergien meist durch gastro-intestinale Allergenexposition entstehen, leiden erwachsene Patienten in circa 80% der Fälle unter Nahrungsmittelallergien, die auf Kreuzreaktionen bei primärer Pollensensibilisierung beruhen. Dies erklärt, warum Kinder hauptsächlich gegen Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Erdnüsse und Fisch sensibilisiert sind, während bei Erwachsenen Allergien gegen Nüsse, Kernobst, Gewürze und Gemüse überwiegen. Bei erwachsenen Nahrungsmittelallergikern basiert die Diagnostik damit vielfach zunächst auf der Analyse von Sensibilisierungen gegen Aero-Allergene. Die Symptomatik bei NM-Allergien ist mannigfaltig. Während Säuglinge und Kleinkinder am häufigsten mit Symptomen im Magen-Darm-Trakt reagieren, zeigen sich im Erwachsenenalter die Symptome hauptsächlich im Mund- und Rachenbereich („orales Allergie-Syndrom“ = OAS). Möglich sind aber auch lebensbedrohliche Reaktionen bei einem Sellerie-Beifuß-Gewürzsyndrom, insbesondere da es sich bei diesen Allergenen in der Regel um versteckte Allergene handelt.

Durch das zunehmende Wissen über die einzelnen Proteine können heute bei Verwendung rekombinanter Proteine in der in-vitro Diagnostik Kreuzreaktionen immer besser vorausgesagt werden. Kenntnisse über Proteinfamilien können sogar die Vorhersage schwerer allergischer Reaktionen bei einzelnen Patienten ermöglichen.
Da die Abklärung von Allergien auf einer diagnostischen Pyramide aus Anamnese, Hauttests, IgE-Bestimmungen sowie ggf. spezialisierten Labortests beruht, möchten wir die anstehende Fortbildungsveranstaltung interaktiv in Form einer TED-Beteiligung gestalten und Ihnen die Möglichkeit geben, Fallbeispiele aus Ihrer Praxis zu diskutieren.