Aktuelle Strategien zu Diagnose, Therapie und Monitoring des Multiplen Myeloms
Vortragsveranstaltung
Ort
Labor Prof. Arndt & Partner
Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Datum
06.05.2003 um 20:00 Uhr
Anmeldung
Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.
Hinweis
Die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg hat diese Fortbildungsveranstaltung mit 2 Punkten bewertet.
Programm
20.15 Uhr PD Dr. N. Kröger
Neue Entwicklungen in der Therapie des Multiplen Myeloms
20.40 Uhr Prof. Dr. A. R. Bradwell
Quantitative Determinations of Free Light Chains (Bence-Jones Proteins) in Serum and Urine. A new Aid in Diagnosis and Monitoring of Multiple Myelomas and of other Diseases with involvement of Free Light Chains
21.05 Uhr Dr. S. Dorn
Aktueller Stand der Diagnostik des Multiplen Myeloms
21.30 Uhr Diskussion
zum Thema:
Das Multiple Myelom ist eine der häufigsten malignen hämatologischen Erkrankungen. Die Inzidenz in den westlichen Ländern beträgt ca. 4 pro 100 000 Einwohner. Die Chemotherapie und die Hochdosistherapie gefolgt von autologer Blutstammzelltransplantation gilt inzwischen als Standardtherapie für die Mehrzahl von Patienten.
Die in den letzten Jahren zunehmenden Erkenntnisse über die Biologie der Interaktion von Myelom- und Stromazelle, von molekularen Veränderungen der Mylomzelle sowie die Bedeutung der Tumorangiogenese haben zu der Entdeckung und Entwicklung neuerer Substanzen, wie Bisphosphonate, Thalidomid und Proteosomen-Inhibitoren geführt, die die Therapiemöglichkeiten deutlich erweitern.
Bei der sogenannten allogenen "Mini-Transplantation" wird durch Spender T-Zellen der immunologische "Graft versus Myeloma" Effekt therapeutisch genutzt. Spezielle Zielantigene auf den Myelomzellen wie z.B. das idiotypische Immunglobulin werden in naher Zukunft eine gezielte immunologische Therapie mit spezifischen T-Zellen oder Vakzinierungsstrategien erlauben.
In der Diagnose des Multiplen Myeloms folgt derzeit einem auffälligen Serumeiweißelektrophorese-Resultat ("Screeningverfahren") eine Immunfixationselektrophorese (IFE, Serum). Bei Identifizierung einer monoklonalen Gammopathie mittels IFE schließt sich sodann die Bestimmung von Bence-Jones Proteinen (monoklonale freie Leichtketten ) in der Urinprobe (qualitativ, quantitativ) an. Ein Therapiemonitoring kann mittels quantitativer Bence-Jones Proteinbestimmung in der 24-Stunden Urinprobe durchgeführt werden. Die derzeit aktuellen Labormethoden sollen vergleichend vorgestellt und diskutiert werden.