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Während der Schwangerschaft besteht aufgrund der veränderten immunologischen Situation
eine erhöhte Komplikationsgefahr durch Infektionen. Durch die entsprechend den
Mutterschaftsrichtlinien durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen werden jedoch nur Röteln, Lues,
Chlamydien und Hepatitis B erfaßt. Infektionen, die aufgrund ihrer Häufigkeit das
Hauptinfektionsrisiko in der Schwangerschaft darstellen wie CMV (1/100 Geburten), Toxoplasma
gondii (ca. 7/1.000 Geburten) sowie Parvovirus B19, Varicella-Zoster-Virus und Herpes
simplex-Virus mit einer jeweils vergleichbaren Inzidenz (2 - 3/1.000 Geburten) werden im
Rahmen der Vorsorge nicht untersucht. Da der klinische Verlauf einer CMV-Infektion wenig
charakteristisch ist, findet die Untersuchung auf CMV bisher wenig Beachtung, obwohl die
CMV-Infektion in der Schwangerschaft vor allem als Primärinfektion die höchste Komplikationsrate
aufweist. Bei einer CMV-Primärinfektion ist von einer Infektionsrate des Feten von ca. 40 %
und einer Schädigungsrate von 5-15 % vor allem im 1. Trimenon auszugehen, während bei einer
CMV-Reaktivierung die Schädigungsrate des Feten unter 1% liegt.
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