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Veranstaltungen

Labor Keeser / Lademannbogen  
Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie Prof. Dr. Arndt
Dr. Keeser
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Pathologie Dr. Beckmann
Prof. Schröder
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Gerinnung Prof. Dr. Budde
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Rehabilitationsklinik Nordfriesland
Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. J. Barth
Einladung  
Vortragsveranstaltung Rationale Diagnostik bei Patienten mit Blutungs- oder Thromboseneigung
Ort Rehabilitationsklinik Nordfriesland
Vortragsraum
Wohldweg 9
25826 St. Peter-Ording
Datum Mittwoch, den 7. Juni 2000 um 19 Uhr c.t.
Anmeldung Wir möchten Sie bitten, für die Teilnahmezusage uns unter der Telefonnummer
040 / 53805 0 zu benachrichtigen. (Um Anmeldung wird gebeten.)
Referenten Prof. Dr. med. Ulrich Budde
Labor Keeser / Lademannbogen
Lademannbogen 61-63
22339 Hamburg

Dr. med. Frauke Bergmann
AK Celle
Klin. Chem. Laboratorien
Siemersplatz 4
29228 Celle

Programm 19.15 Uhr

Prof. Dr. U. Budde
Differentialdiagnose der Thrombozytopenie

20.00 Uhr

Dr. F. Bergmann
Neue Aspekte der Thrombophilie-Diagnostik und -Therapie

20.30 Uhr

Diskussion

zum Thema:

Die zuerst entdeckten angeborenen Mangelzustände der Gerinnungshemmer AT III, Protein C und Protein S tragen zwar ein hohes Risiko für thromboembolische Komplikationen bereits in jungen Jahren, sind statistisch jedoch von untergeordneter Bedeutung, da sie in der Bevölkerung nicht gehäuft vorkommen. Die Risikoerhöhung gegenüber Gesunden ist durch die wesentlich häufigere Resistenz gegen aktiviertes Protein C (Faktor V-Leiden) (etwa 8fach), Hyperhomocysteinämie (etwa 2fach) und die Faktor II-Mutation (etwa 2fach) zunächst nicht beeindruckend hoch, wenn man von einer jährlichen Thromboembolie-Inzidenz von 1 : 10.000 bei Gesunden ohne jegliches Risiko ausgeht. Durch die hohe Prävalenz dieser Defekte in der Bevölkerung (APC-Resistenz 7 %, FII-Mutation 2 - 3 %, Homocystein > 18,5 µM/l 5 - 10 %) sind Kombinationen dieser thrombophilen Risiken jedoch häufig und führen zu einem stark erhöhten Risiko im Vergleich zur Normalbevölkerung.

Die Thrombophilie gilt heute als ein multifaktorielles Geschehen. In der Diagnostik wird zwischen angeborenen und erworbenen Ursachen unterschieden. Die rationelle Diagnostik in Abhängigkeit von Alter und spezieller Risikosituation des Patienten soll verdeutlicht werden.

In der Therapie von arteriellen und venösen Gefäßverschlüssen haben sich durch die Einführung niedermolekularer Heparine und andere Substanzen neue Therapiekonzepte eröffnet. Diese Therapiemöglichkeiten und das Für und Wider des Labormonitorings werden vorgestellt.

Die unmittelbare Blutstillung nach Verletzungen wird durch die Adhäsion und Aggregation von Thrombozyten bewirkt. Hieran beteiligt sind thrombozytäre und subendotheliale Rezeptoren sowie der von-Willebrand-Faktor und Fibrinogen als Adhäsionsprotein. Die Komplexität dieser Faktoren, deren Verminderung nicht in den Screeningtesten auffällt, wird erörtert und ein Stufenplan zur rationellen Diagnostik bei Thrombozytopenie, Hämatomneigung, Schleimhautblutungen bzw. postoperativer Nachblutung aufgezeigt.

Im Anschluß können individuelle Fälle diskutiert werden.

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