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Veranstaltungen

Labor Keeser / Lademannbogen  
Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie Prof. Dr. Arndt
Dr. Keeser
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Pathologie Dr. Beckmann
Prof. Schröder
Humangenetik Prof. Dr. Held
Gerinnung Prof. Dr. Budde
Dr. Dittmer
Einladung  
Vortragsveranstaltung Neue Strategien in der Prognose und Therapie der chronischen Polyarthritis
Ort Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Telefon 040 / 53805 0
Telefax 040 / 53805 125
Datum Dienstag, 2. November 1999 20 Uhr c.t.
Referenten Priv.-Doz. Dr. med. Jürgen Wollenhaupt
Leiter der Abteilung Rheumatologie und klinische Immunologie
Allgemeines Krankenhaus Eilbek
Friedrichsberger Str. 60
22081 Hamburg

Prof. Dr. med. Rüdiger Arndt
Labor Keeser / Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Programm 20.15 Uhr

Prof. Dr. med. R. Arndt
Die Bedeutung des rheumatoiden Epitops von HLA-DR4 für Pathogenese und Prognose der rheumatoiden Arthritis

20.40 Uhr

Priv.-Doz. Dr. med. J. Wollenhaupt
Aktuelle Strategie einer risikoadaptierten Basistherapie der chronischen Polyarthritis

21.30 Uhr

Diskussion

zum Thema:

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine Autoimmunerkrankung unbekannter Ätiologie, die bei ca. 1 % der Bevölkerung auftritt. Im Gegensatz zur weitgehend unklaren Ätiologie sind die immunpathologischen Mechanismen, die den chronischen Entzündungsprozeß unterstützen besser untersucht. Aufgrund der mit einer erniedrigten Interferon-Gamma und erhöhten Interleukin-4- und Interleukin-10-Produktion einhergehenden klinischen Verbesserung wird vor allem der lokalen Zytokin-Balance eine wichtige Rolle beigemessen. Zahlreiche Studien konnten eine Korrelation zwischen HLA-DR4 und der RA belegen.

Die stärkste Assoziation findet sich mit den HLA-DR-Subtypen Dw4 und Dw14, welche vorwiegend bei progressiven Verlaufsformen beobachtet werden. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, daß 80 - 90 % aller RA-Patienten ein gemeinsames Epitop auf ihren HLA-DRß-Ketten aufweisen. Die Analyse von HLA-DR4 und des RA-Epitops als genetisch determinierte Prognosemarker bieten die Möglichkeit einer Risikoabschätzung für RA-Patienten bereits in einer frühen Erkrankungsphase. Auch die therapeutischen Möglichkeiten der klinischen Rheumatologie haben sich in den vergangenen Jahren erheblich erweitert. Neben den nichtsteroidalen Antiphlogistika und Glukokortikoiden steht für die sogenannte Basistherapie heute eine größere Zahl von langwirksamen Antirheumatika (LWAR, sog. Basistherapeutika), Immunsuppressiva und neuerdings Immunmodulatoren zur Verfügung.

Bei der "risikoadaptierten Basistherapie der chronischen Polyarthritis" wird eine dem individuellen Fall angepaßte Therapiestrategie ausgewählt. Neben der symptomorientierten Behandlung kommen beispielsweise bei Verlaufsformen mit günstigem Risikoprofil Antimalariamittel zum Einsatz, während bei mäßig aktiver chronischen Polyarthritis Methotrexat und bei ernster Prognose eine Kombinationstherapie und/oder immunmodulatorische Substanzen (Leflunomid, TNF-Antagonisten) als neue Basistherapeutika angewendet werden.

Die Auswahl der geeigneten Therapiestrategie aus dem wachsenden therapeutischen Repertoire wird meist durch den spezialisierten Rheumatologen erfolgen, während die Therapieüberwachung und Dosisanpassung eine wichtige Aufgabe aller die Patienten betreuenden Ärzte ist. Insofern sind Diagnostik, Therapieplanung und Überwachung bei chronisch Rheumakranken eine zentrale Aufgabe für ein Netzwerk kooperierender Arztgruppen.

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