„Science meets Medicine“ ist eine Fortbildungsveranstaltung, die einmal jährlich vom Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf, und Sonic Healthcare Germany, vertreten durch das Labor Lademannbogen, Hamburg organisiert wird.

Für diese Fortbildungsreihe werden führende internationale Wissenschaftler und Mediziner eingeladen, die Themen aus aktueller Spitzenforschung und ihrer Anwendung in der Medizin bearbeiten.

Prof. Dr. Dr. Thomas Renné Priv.-Doz. Dr. Thomas Brinkmann
Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin CEO / Geschäftsführer

07.06.2017: Die Zukunft der Tumortherapie

Prof. Dr. med. Michael Maeurer
Karolinska Institut, Stockholm, Schweden

Wir freuen uns, Ihnen eine weitere Fortbildung unserer Reihe Science meets Medicine anzukündigen. Dieses Jahr konnten wir Herrn Prof. Dr. med. Michael Maeurer als Redner gewinnen. Prof. Maeurer ist Leiter der Abteilung Therapeutische Immunologie am Karolinska Institut, und Oberarzt des Zentrums für Allogene Stammzelltransplantation am Karolinska Krankenhaus, Stockholm, Schweden. Gegenstand seiner Forschung und Thema seines Vortrages sind die Entwicklung neuer immunologischer Therapien für die Behandlung von Krebserkrankungen.

Eine separate Einladung zu dieser Veranstaltung folgt in den nächsten Wochen.

7. Juni 2017, 16:00 Uhr
Hotel Louis C. Jacob - Hamburg

08.06.2016: Diabetes and Nutrition

Prof. Gökhan S. Hotamışlıgil, M.D., Ph.D
Department of Genetics and Complex Diseases
Harvard School of Public Health, Boston, USA

Die Entdeckungen von Prof. Hotamisligil umfassen die immunmetabolische Basis von Fettleibigkeit und Diabetes, die Stoffwechselfunktionen  des endoplasmatischen Reticulum und die Integration des Fettstoffwechsels  und der Lipid-Hormone in diese Prozesse. Die Ergebnisse seiner Arbeiten bilden die Grundlage für die Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten zur Bekämpfung des globalen Problems chronischer Stoffwechselerkrankungen. In Partnerschaften mit Firmen und Hochschulen entwickelt Prof. Hotamisligil präventive und therapeutische Lösungen für häufige Stoffwechselerkrankungen.

Prof. Hotamisligil erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen und ist ein gewähltes Mitglied der türkischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied des Board of Directors der Kadir Has Universität.

Erfolgreiche Fortsetzung von „Science meets Medicine“

v.l.: Dr. Weissmann, Prof. Dr. Dr. Renné, Priv.-Doz. Dr. T. Brinkmann, Prof. Dr. Hotamışlıgil

Am 8.Juni 2016 gab Prof. Dr. Gökhan Hotamışlıgil, im Hotel Louis C. Jacob, Hamburg, vor über 100 Gästen einen Übersichtsvortrag zu neuen Erkenntnissen über die Regulation des Blutzuckerspiegels und deren Relevanz für die Behandlung des Diabetes mellitus.

Prof. Hotamışlıgil, einer der führenden Forscher auf dem Gebiet des Diabetes mellitus, zeigte auf, dass für das Jahr 2030 weltweit mehr als eine Milliarde Diabetes-Erkrankte prognostiziert werden. Die hieraus resultierenden Kosten werden für die internationalen Gesundheitssysteme ohne neue Therapiekonzepte nicht zu bewältigen sein. Prof. Hotamışlıgil, der an der Harvard Medical School in Boston, USA forscht, beschrieb in eindrucksvoller Weise die Aufklärung eines neuen Mechanismus zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels durch das Hormon AP2 und die daraus resultierenden Therapieoptionen. Bei Mäusen reguliert die sekretorische Form von AP2 die Glukoseproduktion in der Leber, den systemischen Glukose-Spiegel und die Insulin-Resistenz. Erhöhte Serumspiegel von AP2 finden sich bei fettleibigen Mäusen und Menschen und zeigen eine enge Korrelation zu metabolischen Komplikationen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Hotamışlıgil hat einen monoklonalen Antikörper gegen das Hormon AP2 entwickelt, der in adipösen Mäusen den Blutzuckerspiegel senkt, die Fettmasse reduziert und die Insulinempfindlichkeit erhöht. Sollten die eindrucksvollen antidiabetischen Effekte dieses therapeutischen Antikörpers auf den Menschen übertragbar sein, wäre dieses der Schlüssel zu einer komplett neuen Therapiestrategie beim Diabetes mellitus.

18.03.2015: Non-Invasive Prenatal Diagnosis: From Science To Clinical Reality

Prof. Dr. Dennis Lo

Dennis Lo entdeckte die Existenz von zellfreier fetaler DNA im mütterlichen Plasma im Jahr 1997. Seitdem steht seine Forschung an der Spitze im Bereich der Untersuchung von Plasma-DNA. Er hat die grundlegenden biologischen Eigenschaften des fetomaternalen Transfer von Nukleinsäuren aufgeklärt und diese Informationen für die Entwicklung einer neuen Generation von nicht-invasiven pränatalen Tests verwendet, die heute in über 60 Ländern zum Einsatz kommen. Ihm gelang erstmalig die Sequenzierung des fetalen Genom, Transkriptom und Methyloms aus mütterlichem Plasma. Zusammen stellen diese Entwicklungen einen Paradigmenwechsel in der pränatalen Medizin dar.

In Anerkennung seiner Arbeit hat Dennis Lo zahlreiche Ehrungen erhalten. Er ist Mitglied der Royal Society, Foreign Associate der US National Academy of Sciences und wurde 2014 mit dem King Faisal International Prize für Medizin ausgezeichnet.

Erfolgreicher Auftakt von „Science meets Medicine“

v.l.: Prof. Dr. Kubisch, Prof. Dr. Lo, Prof. Dr. Dr. Renné, Priv.-Doz. Dr. T. Brinkmann

Am 18. März 2015 gab Prof. Dr. Dennis Lo im Hotel Louis C. Jacob, Hamburg, vor über 150 Gästen einen Übersichtsvortrag zur nicht-invasiven genetischen Pränataldiagnostik. Auf eindrucksvolle Weise skizzierte er die von ihm entwickelten molekularbiologischen Verfahren zur Untersuchung von fetaler DNA aus mütterlichem Blut. Die Forschungsarbeiten von Prof. Lo bilden die Grundlage für die seit Kurzem verfügbaren Tests zum Nachweis von fetalen Trisomien wie dem Down Syndrom im mütterlichen Blut. Für viele Schwangere steht mit dieser nicht-invasiven Pränataldiagnostik nun eine risikolose Alternative zur aktuell durchgeführten Amniozentese zur Verfügung.
„Science meets Medicine“ ist eine neue Fortbildungsreihe unter der Schirmherrschaft der International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine (IFCC), die gemeinsam vom Institut für Klinsche Chemie und Laboratoriumsmedizin des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Sonic Healthcare Germany, vertreten durch das Labor Lademannbogen, ins Leben gerufen wurde. Einmal jährlich sollen hierzu international renommierte Persönlichkeiten eingeladen werden, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Medizin arbeiten und deren Forschungsergebnisse die Grundlage für eine verbesserte Diagnostik und Patientenversorgung sind. Der von Prof. Dr. Lo präsentierte Weg von der wissenschaftlichen Grundlagenforschung bis zur Anwendung in der klinischen Praxis war hierfür ein gelungener Auftakt.
Für die verantwortlichen Organisatoren Prof. Dr. Dr. Thomas Renné (UKE) und Priv.-Doz. Dr. Thomas Brinkmann (Labor Lademannbogen) war die außerordentlich positive Resonanz beim Auditorium eine Bestätigung, dieses neue Fortbildungskonzept auch im nächsten Jahr fortzusetzen