Analysen-Spektrum

Gliadin IgA / IgG AK

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

IgA AK:        <   4 U/ml
IgG AK:        < 10 U/ml

Klinische Relevanz

Verdacht auf Gluten-sensitive Enteropathie

Diagnostische Relevanz von Gliadin AK:

Erkrankung              % Gliadin IgG AK
Gluten-sensitive
Enteropathie
(GSE) des Kindes               90 - 100
Zöliakie des Erwachsenen
(einheimische Sprue)          75 - 90
M. Crohn                              40 - 50
Colitis ulcerosa                    10 - 20

Anmerkungen

H: Die Antikörper sind gerichtet gegen die aus dem Weizenkeim extrahierbaren Gliadine. Von diagnostischer Relevanz für die Diagnostik der Gluten-sensitiven Enteropathie (Zöliakie) sind hochtitrige IgG-Antikörper sowie insbesondere der Nachweis von IgA AK. IgA AK gegen Gliadin finden sich fast ausschließlich bei Zöliakie. Zur weiteren diagnostischen Abklärung ist die Bestimmung der IgA AK gegen die gewebsspez. Transglutaminase sinnvoll. Der IgA AK-Nachweis ist eine Indikation für eine Biopsie. Darüber hinaus eignet sich der IgA AK-Nachweis zur Verlaufskontrolle der diätetischen Maßnahmen. IgA-Spiegel gegen Gliadin (oder gewebesspez. Transglutaminase) normalisieren sich innerhalb von 3 - 6 Monaten nach Elimination von Gluten aus der Nahrung. Ein Anstieg der IgA-Antikörper bei Zöliakie findet sich 3 Monate nach Wiederaufnahme von Gluten mit der Nahrung. Bei Patienten mit Zöliakie liegt häufig ein selektiver IgA-Mangel vor. Hohe Assoziation mit bestimmten MHC-Klasse II Antigenen (100 % mit HLA-DQw2, 98 % mit DR3, DR5 oder DR7 und 80 % mit HLA-B8).

E: Bei Verdacht auf Zöliakie bzw. GSE und negativem IgA-AK Nachweis gegen Gliadin oder gewebesspez. Transglutaminase sollte die IgA-Konzentration im Serum bestimmt werden.

Stand: 24.10.2011

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