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Optimierung der Porphyrie-Diagnostik III
Erythropoetische Porphyrien
Porphyrien sind seltene Stoffwechselstörungen, die auf hereditäre oder toxische Defekte von einem der acht Enzyme der Hämbiosynthese beruhen. Durch den kaskadenartigen Ablauf der Synthese ergeben sich bei den verschiedenen Porphyrien charakteristische Metabolitenprofile in Urin, Stuhl oder Erythrozyten dieser Patienten. Bei den erythropoetischen Porphyrien (erythropoetische Protoporphyrie und der kongenitalen erythropoetischen Porphyrie manifestiert sich die Stoffwechselstörung vorwiegend im erythropoetischen Gewebe des Knochenmarks.
Indikation
Phototoxische Hautreaktionen, zumeist im Kindesalter auftretend, können den Verdacht auf das Vorliegen einer erythropoetischen Porphyrie nahelegen.
Erythropoetische Porphyrie (PP)
Klinische Symptome
Lichtexposition führt an den exponierten Hautarealen zu:
Brennen, Juckreiz, Schmerzen, Erythemen und Ödemen ("Sonnenurtikaria")
Empfohlene Untersuchungen
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Untersuchung der Erythrozyten-Porphyrine im Heprin-Blut |
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Zur Differentialdiagnose wird eine Auftrennung der Erythrozyten-,
Plasma- bzw. Stuhlporphyrine sowie zur
Abklärung einer sekundären Leberschädigung eine Auftrennung
der Urinporphyrine empfohlen. |
Kongenitale erythropoetische Porphyrie (Morbus Günther)
Klinische Symptome
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schwere Photosensibilität, die zu Blasen, Erosionen
und Ulzerationen mit Narbenbildung an den
lichtexponierten Hautpartien führt |
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wichtige hämatologische Befunde sind eine partiell
ineffektive Erythrozytogenese,Knochenmarkshyperplasie,
gesteigerte Hämolyse sowie Retikulozytose, hämolytische Anämie
und Splenomegalie |
Empfohlene Untersuchungen
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Porphyrinvorläufer (Porphobilinogen,
5-Aminolävulinsäure) im 24 Std. Urin |
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ca. 5 g Spontanstuhlprobe, gekühlt und lichtgeschützt |
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Erythrozytenporphyrine im Heparin-Blut |
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Zur Differentialdiagnose sowie zur Typisierung der
Stadien einer chronisch hepatischen Porphyrie ist eine
Auftrennung der Urinporphyrine erforderlich. Zur Sicherung
der Diagnose einer PCT wird eine Auftrennung der
Stuhlporphyrine empfohlen. |
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Zur Diagnose einer kongenitalen erythropoetischen Porphyrie
wird eine Auftrennung der Urin-,Plasma- und
Erythrozytenporphyrine empfohlen. |
Material:
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50 ml aus 24 Std. Urin ohne Zusätze, gekühlt und lichtgeschützt gesammelt
ca. 5 g Spontanstuhlprobe, gekühlt und lichtgeschützt
10 ml Heparin-Blut gekühlt (nicht gefroren) und lichtgeschützt
(Alle Materialien sollten noch am Abnahme-Tag im Labor sein.) |
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