s. Befundbericht
2 ml Serum
Verdacht auf CMV-Infektion: 1. CMV-Infektion bei Patienten mit intaktem Immunsystem: Mononukleose-ähnliches Bild (5 - 10 % aller "Mononukleosefälle"), Hepatitis, Pneumonie, Splenomegalie, Lymphozytose. 2. CMV-Infektion in der Schwangerschaft: Übertragung transplazentar (2 - 3 % der seronegativen Schwangeren, fetale Infektionsrate ca. 40 %, Schädigungsrate bei Geburt 5 - 15 %, Spätmanifestation ca. 15 %), perinatal bzw. frühpostnatal 10 - 60 % der Neugeborenen. 3. Bei Patienten mit Immundefekten oder unter Immunsuppression eingeschränkte Aussagekraft. Klinische Symptomatik: Pneumonien (häufig lebensbedrohlich), neurologische Symptome, Colitis. Bei Nierentransplantation Verschlechterung der Organfunktion.
H: Positiver IgM-Nachweis und/oder Anstieg der IgG-AK um einen Faktor > 2 gegenüber erster Abnahme im Stadium klinischer Symptomatik sind Hinweise für bestehende bzw. für kürzlich durchgemachte Infektion. Bei Patienten unter Immunsuppression oder mit Immundefekten sind infolge der beeinträchtigten Antikörperbildung die Antikörper oftmals nicht signifikant erhöht oder erst verspätet nachweisbar. In diesen Fällen ist der Direktnachweis viraler Antigene (CMV-pp65-Antigen-Test) oder viraler DNA (PCR) vorzuziehen. Bei Verdacht auf eine CMV-Pneumonie, CMV-Colitis, CMV-Retinitis insbesondere bei AIDS-Patienten CMV-DNA Direktnachweis aus BAL bzw. Biopsie. Bei gleichzeitiger Bestimmung von CD4- und CD8-positiven T-Lymphozyten weist eine CD4-Verminderung und ein CD8-Anstieg auf eine Virusinfektion hin. Eine Eingrenzung des Infektionszeitpunktes ist durch die Untersuchung auf IgG-AK gegen das CMV-Antigen gB2 (Bildung 6-8 Wochen nach Primärinfektion) sowie die Aviditätsbestimmung der IgG-AK möglich.
Stand: 04.08.2010
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