70 - 120 %
3 ml Citrat-Blut 1,3ml Citrat-Blut bei Kleinkindern
INR-Wert Gilt nur für die stabile Phase der Therapie mit Vitamin K-Antagonisten nach venösen Thrombosen: 2,0 - 3,0 nach arteriellen oder venösen Thrombosen bei Antiphospholipid-Syndrom: 3,0 - 3,5 Antikoagulation von Herzklappen-Patienten in Abhängigkeit von der Klappe!
Vitamin K-Mangel, Therapie mit Vitamin K-Antagonisten (Marcumar®, Warfarin®, Sintrom®), verminderte Lebersyntheseleistung - akute und chronische Hepatitis, - Leberzirrhose, angeborener Mangel eines oder mehrerer Faktoren des Prothrombin-Komplexes (FII, VII, X) bzw. FV, Verbrauchskoagulopathie Abklärung einer Blutungsneigung
H: Quick Wert (nach dem Erstbeschreiber der Methode, A. Quick, benannt). Bei pathologischem Testausfall kann es sich um eine angeborene oder erworbene Verminderung von Gerinnungsfaktoren handeln. Der Quick-Wert wird beeinflußt durch die Faktoren des Prothrombinkomplexes FII, VII, X und FV sowie erheblicher Fibrinogenverminderung. Bei den hereditären Mangelzuständen ist der FVII-Mangel in unserer Bevölkerung die häufigste Ursache. Zumeist liegt jedoch eine erworbene Störung vor: Lebersynthesestörung, Vitamin K-Mangel des Neugeborenen bzw. alimentär, Einnahme oraler Antikoagulantien (cave: eventuell in suizidaler Absicht!). Therapiekontrolle der oralen Antikoagulation. INR: Die Angabe des Quick-Wertes in Prozent für Patienten unter oraler Antikoagulation ist nicht mehr empfehlenswert, da sie methodische Unterschiede nicht berücksichtigt (unterschiedliche Meßverfahren, Reagenzien und Geräte), woraus unterschiedliche Ziel-Bereiche für den Quick-Wert resultieren. Deshalb wurde weltweit der INR-Wert (INR = International Normalisierte Ratio) als Maß für die Antikoagulation eingeführt, um die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Laboren zu gewährleisten. Er gleicht über einen Korrekturfaktor (ISI-Wert) die laborspezifischen Unterschiede weitgehend aus. Achtung: Die INR gilt nur für Patienten in der stabilen Phase der oralen Antikoagulation.
P: s.u. Allgemeine Hinweise. Bei Marcumartherapie Medikamenteninteraktionen (insbesondere Antibiotika) und den Einfluß Vitamin K-haltiger Nahrungsmittel beachten, insbesondere alle Kohlsorten und grünes Gemüse, rohes Sauerkraut, rohes Gemüse, rohes Fleisch, Salat, rohe Karotten, Erdbeeren, Schokolade, Tomaten.
Stand: 04.08.2010
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