Frauen: 3 - 11 mol/l Männer: 4 - 13 mol/l Anstrebenswert sind Werte <9 mol/l Abweichende Normwerte für EDTA-Plasma oder Serum siehe Befundbericht.
3 ml Blut in Spezialröhrchen mit saurem Citrat (Bitte anfordern) alternativ EDTA-Plasma oder Serum
Risikofaktor für - thromboembolische Erkrankungen - Koronar-Sklerose - zerebrovaskuläre Sklerose, TIA - periphere Arteriosklerose
H: Die Hyperhomocysteinämie ist inzwischen ein etablierter Risikofaktor für arterielle und venöse Thrombosen. Die Normalisierung des Homocysteinspiegels kann durch Vitamin-Substitution erreicht werden. Es wird durch die "D.A.CH. Liga Homocystein" eine Kombination von Folsäure (0,2-0,8 mg/Tag), Vitamin B6 (2-6 mg/Tag) und Vitamin B12 (3-100 g/Tag) empfohlen. Eine Kontrolle des Homocysteinspiegels unter Therapie nach 4-6 Wochen ist ratsam. Eine Reduktion atherogener Gefäßwandveränderungen nach Reduktion des Homocysteins ist beschrieben worden. Auch ein Homocysteinspiegel im oberen Normbereich kann bereits pathologisch sein, denn schon bei Werten > 9 mol/l (Plasma) oder > 10 mol/l (Serum) finden sich Patienten mit der thermolabilen Form des Enzyms Methylen-Tetrahydrofolat-Reduktase oder einem Defekt des Enzyms Cystathion-beta-Synthase. Dieser Defekt kann durch einen oralen Methionin-Belastungstest bei den Patienten demaskiert werden, s.u.Methionin-Belastungstest und s.u. Humangenetik: Hyperhomocysteinämie, Mutation C677T des 5,10-Methylentetrahydrofolatreduktase-Gens.
P: Um einen Abnahmefehler oder Transportartefakt als Ursache eines pathologisch erhöhten Homocysteins auszuschließen, sollte die Blutentnahme möglichst nüchtern, d.h. nach 8-stündiger Nahrungskarenz erfolgen. Bitte nur Spezialröhrchen mit Saurem Citrat für die Abnahme verwenden. Oder notfalls abgenommenes EDTA-Blut bzw. Nativblut innerhalb von 30 min. zentrifugieren. EDTA-Plasma oder Serum versenden, um die Freisetzung von Homocystein aus den Erythrozyten zu vermeiden.
IGEL-Bogen
Stand: 21.07.2010
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