2 ml EDTA-Blut
Nachweis von Mutationen im PROS1-Gen nach Polymerase-Ketten-Reaktion und DNA-Sequenzierung
Mutationsanalyse zur Differentialdiagnose bei - Vorkommen von Thrombosen in jungem Lebensalter - fämiliärer Häufung von Thrombosen - Familienangehörigen von Indexpatienten
H: Protein S gehört zu den Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren und wirkt in seiner freien aktiven Form (ca 40%) als Kofaktor von Protein C bei der Spaltung der Faktoren Va und VIIIa. Die restlichen 60% zirkulieren als inaktive Form, gebunden an das C4b-bindende Protein (C4BP). Beim PS-Mangel werden 3 Typen unterschieden. Der quantitative Typ-I-Mangel, der Typ-II mit quantitativ normalem aber dysfunktionellem PS und der Typ-III mit erniedrigtem freiem und normalem totalem PS. Das Gen für Protein S (PROS1) liegt auf Chromosom 3 und besteht aus 15 Exons; ebenfalls auf Chromosom 3 findet sich ein zweites Gen mit einer 96%igen Homologie, das aber nicht transkribiert wird (Pseudogen, PROS2). Die angeborene Protein S Defizienz folgt dem autosomal dominanten Erbgang. Im Protein S Gen sind bislang mehr als. 100 Mutationen beschrieben worden. Die meisten davon sind Punktmutationen oder kleinere Deletionen/Insertionen. Allerdings konnte bei diesen Untersuchungen nicht in allen Fällen die für einen Protein S Mangel ursächliche Mutation gefunden werden, insbesondere nicht bei Familien mit Typ-III Mangel. S.u.Gerinnung: Protein S - frei
Humangenetik
Stand: 04.08.2010
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