Labor Lademannbogen (ehem. Labor Prof. Arndt & Partner)
Labor Veranstaltungen Analysen Diagnostik Forschung Patienten-Infos Kontakt

Home |  Sitemap |  Jobs     
Übersichtsseite
Analysen-Spektrum
Klinische Studien
Anforderungsscheine


Newsletter Abo
Abonnieren Sie unseren Newsletter:
 


English

HOTLINE
Befundauskünfte
040 / 53805 450

Lademannbogen 61
22339 Hamburg
info@labor-lademannbogen.de
T: 040 / 53805 0
F: 040 / 53805 126



Analysen-Spektrum

Humangenetik

<< vorherige Seite - Inhaltsverzeichnis - nächste Seite >>

  Porphyrie, Hereditäre Koproporphyrie
 
Material
2 ml EDTA-Blut

Verfahren
Nachweis von Mutationen im CPO-Gen durch PCR und anschließende Sequenzierung

Klinische Relevanz
Mutationsanalyse zur Differentialdiagnose bei

- Akut einsetzenden Bauchschmerzen
- Akkumulation von Porphyrinen und Porphyrinvorstufen (D-ALA, PBG) im Urin
- Hautpigmentierung unklarer Ursache
- Muskelschwäche unklarer Ursache
- unklaren neurologischen Störungen
- familiärer Häufung von HKP-Krankheitsbildern

Anmerkungen
Hereditäre Koproporphyrie (HKP) ist eine seltene Form der akuten hepatischen Porphyrien. Die Erkrankung ist charakterisiert durch ein variables Bild von Hautsymptomen, z.B. Hautpigmentierung und Hypertrichosen auf Grund einer Photosensitivität, begleitet von akuten Attacken, die denen einer akuten intermittierenden Porphyrie (AIP) ähneln. Das Ausmaß der Symptomatik der HKP ist dabei sehr variabel. Die Attacken sind oft medikamenteninduziert und zeigen die klassischen neurologischen Störungen, wie Bauchschmerzen, Konstipation, Tachykardie, Bluthochdruck, Muskelschwäche und neuropsychiatrische Störungen. Wegweisend für die Diagnose ist der Nachweis von stark erhöhtem Koproporphyrin III im Urin und im Stuhl. Während der akuten Attacken sind auch die Porphyrinvorläufer d-Amino-lävulinsäure (ALA) und Porphobilinogen (PBG) im Urin erhöht.

Für die HKP verantwortlich ist das auf dem langen Arm von Chromosom 3 lokalisierte Koproporphyrinogen-Oxidase-Gen (CPO-Gen), für das bisher mehr als 40 verschiedene Mutationen identifiziert wurden (The Human Gene Mutation Database, Stand 09.2007). Durch die molekulargenetische Untersuchung werden etwa 95% der Mutationen im CPO-Gen sicher erkannt. Der Erbgang ist autosomal dominant.
Die Genanalyse bestätigt sicher die klinische Diagnose bei den Betroffenen und erlaubt die Identifizierung auch bislang symptomfreier Familienmitglieder. Akute, lebensbedrohliche neurologische Attacken können so verhindert oder gemildert werden, durch die Meidung zusätzlicher disponierender Faktoren, wie z.B. Medikamente, Alkohol, Eisenüberladung, Infektion oder Diät (Kappas et al., 1995).


Anforderungsschein
Humangenetik

Stand: 04.08.2010

<< vorherige Seite - Inhaltsverzeichnis - nächste Seite >>

Wichtige Information:
Die Inhalte des Analysen-Spektrums sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Die Inhalte des Analysen-Spektrums dürfen und können nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden. Das Labor Lademannbogen fordert alle Benutzer mit Gesundheitsproblemen dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Arzt aufzusuchen.

Seite drucken

Impressum - Datenschutzhinweise

Labor Lademannbogen