2 ml EDTA-Blut, pränatale Analyse nach Absprache
Nachweis der Punktmutationen G380R und G375C durch PCR und anschließende Sequenzierung
Mutationsanalyse zur Differentialdiagnose bei - pränataler oder postnataler Symptomatik von Achondroplasie - bei nachgewiesenem Überträgerstatus beider Eltern und dem damit verbundenen Risiko für die homozygote, letale Form der Achondroplasie - dysproportioniertem Minderwuchs
Die Achondroplasie ist die häufigste erbliche Skelettdysplasie, die vor allem durch dysproportionierten Minderwuchs und proximal verkleinerte Extremitäten auffällt. Die Achondroplasie kommt mit einer Häufigkeit von 1: 10000 Personen in Nordeuropa vor und wird autosomal dominant vererbt. Charakteristisch für die Achondroplasie ist die hohe Anzahl (>80%) sporadisch auftretender Fälle infolge dominanter Neumutationen. Für die Achondroplasie verantwortlich ist das auf dem kurzen Arm von Chromosom 4 lokalisierte Fibroblast Growth Factor Receptor Gene 3 (FGFR3-Gen). Das Gen kodiert für den Fibroblasten- Wachstumsfaktor-3, einen membrangebundenen Tyrosin-Kinase-Rezeptor. Mehr als 97% der Patienten weisen Punktmutationen in dem Codon 380 der Transmembran-Domäne des FGFR3-Gens auf, die einem Aminosäureaustausch von Glycin nach Arginin resultieren.
Humangenetik
Stand: 21.07.2010
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