2 ml EDTA-Blut
Stufe 1: Nachweis der Punktmutationen A149P, A174D und N334K durch PCR und anschließende Sequenzierung. Stufe 2: Komplettsequenzierung Aldolase-B-Gen
Mutationsanalyse zur Differentialdiagnose bei - Hypoglykämie - wiederholter Übelkeit und Erbrechen - Bauchschmerzen - erhöhtem Fruktose-Gehalt im Blut - unklarer Transaminasenerhöhung - unklarer Quick-Erniedrigung - proximal-tubulären Syndrom - unklaren Leber und/oder Nierenfunktionsstörungen - familiärer Häufung von HFI-Krankheitsbildern
Die hereditäre Fructose-Intoleranz (HFI) kommt mit einer Häufigkeit von etwa 1:20 000 in Nordeuropa vor, und wird autosomal rezessiv vererbt. Für die HFI verantwortlich ist das auf dem langen Arm von Chromosom 9 lokalisierte Aldolase-B-Gen, für das bisher mehr als 21 verschiedene Mutationen identifiziert wurden. Durch die molekulargenetische Untersuchung werden die Punktmutationen A149P, A174D und N334K im Aldolase-B-Gen sicher nachgewiesen und etwa 87% der nordeuropäischen HFI-Genträger erkannt. Mit der Komplettsequenzierung werden auch seltene Mutationen im Aldolase-B-Gen erfaßt.
Humangenetik
Stand: 04.08.2010
|