Erwachsene: 53 - 105 g/l empfehlenswert: 100 - 140 g/l
2 ml Serum
Umrechnungsfaktor x 0,0127 = mol/l
nutritiver Selenmangel (parenterale Ernährung, spez. Diäten)
zelluläre und humorale Immundefekte
M. Keshan (endemische Kardiomyopathie)
M. Kashin-Beck (endemische deformierende Arthritis)
koronare Herzerkrankungen
AIDS
chronische Niereninsuffizienz
atrophisches Asthma
Spontanaborte
Psoriasis berufsbedingte Intoxikation (Glas-, Porzellan-, Elektroindustrie)
H: Selen ist für die Funktion des Immunsystems und Schutz des Organismus vor oxidativer Schädigung von essentieller Bedeutung. Symptome eines Selenmangels: Muskelschwäche, Kardiomyopathie, Immundefekte u.a.m.. Selenmangel, wenn die tägliche Selen-Aufnahme 75 g/die für Männer und 60 g/die für Frauen unterschritten wird. Das Serumselen korreliert bei schwerkranken Patienten eng mit der Albuminkonzentration. Daher ist bei diesen Patienten das Serumselen ungeeignet, den Selenstatus zu bestimmen. Bei Selenintoxikation liegen die Serumspiegel häufig 10fach über dem Normbereich. Intoxikation wird bei Selen-Aufnahme von > 900 g/die mit der Nahrung erreicht. Deutschland gilt als relatives Selenmangelgebiet. Die Selenaufnahme über die Nahrung ist hier nicht ganz ausreichend. Aus diesem Grunde wird empfiehlt es sich - unabhängig davon, daß bei dem angegebenen Referenzbereich üblicherweise keine Mangelerscheinungen auftreten - einen Serumselenspiegel von 100 – 140 g/l anzustreben.
IGEL-Bogen
Stand: 04.08.2010
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