IgG AK: < 10 GPL-U/ml IgM AK: < 9 MPL-U/ml
1 ml Serum oder Citrat-Plasma
- Antiphospholipid-Syndrom (venöse oder arterielle Gefäßverschlüsse, Thrombozytopenie, rezidivierende Aborte) - SLE und andere Kollagenosen, Autoimmunerkrankungen - Präeklampsie, HELLP-Syndrom - Migräne, MS-like disease
H: Zur Gruppe der Antiphospholipid AK zählen auch die AK gegen Cardiolipine. Diese finden sich in 2 - 5 % der asymptomatischen Bevölkerung, aber in 20 - 30 % der Patienten mit systemischen Autoimmunerkrankungen oder Gefäßverschlüssen (häufig atypische Lokalisationen, arteriell oder venös). Diese AK stellen zusammen mit dem Lupus-Antikoagulanz die häufigste erworbene Ursache für Thrombosen dar. Wegen des gehäuften Auftretens von AK gegen Cardiolipine bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie SLE ist die gleichzeitige Bestimmung antinukleärer Antikörper sinnvoll. Syphilis-Patienten weisen vielfach auch AK gegen Cardiolipine auf, das Reagin gehört ebenfalls zur Gruppe der Antiphospholipid AK. Andere Ursachen für erhöhtes Cardiolipin IgM wären Borreliose, Hepatitis, HIV-Infektion.
E: Das Material sollte nicht wiederholt eingefroren werden, da ansonsten ein Abfall der AK auftritt.
Autoantikörper
Stand: 21.07.2010
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