Vorwort
Die rasante Entwicklung in der Laboratoriumsmedizin hat sich seit der zweiten Auflage des "Spektrums" zunehmend weiterentwickelt. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Molekularbiologie und Immunologie. Dem medizinischen Fortschritt der letzten Jahre konnte oder wollte die kassenärztliche Gebührenordnung nicht mehr folgen. Diese von Krankenkassen und Politikern bisher in Ihrer Bedeutung für den Patienten noch nicht realisierte Entwicklung hat dazu geführt, daß wichtige neue diagnostische Untersuchungen als Kassenleistung der gesetzlichen Krankenversicherung ausgegrenzt werden.
Wir haben auf eine Kennzeichnung von Nichtkassenleistungen verzichtet, weil sich in den letzten Jahren gezeigt hat, daß sich auch Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen dem medizinischen Fortschritt auf Dauer nicht verschließen können. Insbesondere durch den Druck der Patienten wurden bisher von der Erstattung ausgegrenzte Laborleistungen neu als Kassenleistungen aufgenommen, wie das Beispiel der PCR zur HIV-Viruslastbestimmung zeigt.
Mit unserem Konzept der Erweiterung vom Institut für Laboratoriumsmedizin zum "Institute of Clinical Pathology" haben wir in Deutschland eine Vorreiterrolle übernommen. Nur durch enge Kooperation zwischen dem behandelnden Arzt und den Spezialisten der einzelnen Fachgebiete ist die Komplexität medizinischer Labordiagnostik möglich.
Wie Sie wissen, hat die Qualität unserer Laborleistungen und die Spezialisierung seit Gründung des Labors eine bedeutende Rolle für uns und in der Zusammenarbeit mit Ihnen als behandelnden Arzt gespielt. 1998 haben wir deshalb beschlossen, dieses Konzept in Form eines Qualitätsmanagementsystems zu institutionalisieren. Die zuständige Akkreditierungsstelle für medizinische Laboratorien hat im Juni 1999 unser Qualitätsmanagement in allen seinen Facetten zusammen mit Gutachtern überprüft und gibt eine Empfehlung zur Akkreditierung nach DIN EN 45001 und Zertifizierung nach DIN EN ISO 9002 heraus.
Mit der vorliegenden 3. Auflage des Analysenspektrums möchten wir uns gleichzeitig für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Praxis und Klinik sowie für die kritischen Hinweise und Anregungen, die mit zur Verbesserung der 3. Auflage beigetragen haben, bedanken.