Alphabetisches Analysenverzeichnis

Phosphat, anorganisch im Urin

Phosphor, anorganisch

Material

10 ml aus 24 Std. Urin, angesäuert gesammelt

Referenzbereiche

13.0 – 42.0 mMol/die
(entspricht ca. 400 – 1300 mg/die)

Klinische Relevanz

Anstieg der Phosphat-Clearance:
arrow_up.gif   primärer und sekundärer Hyperparathyreoidismus
arrow_up.gif   Malabsorption
arrow_up.gif   Vitamin D-Mangel

verminderte Phosphat-Clearance:
arrow_down.gif   Akromegalie
arrow_down.gif   Hypoparathyreoidismus

Anmerkungen

Störungen des Calcium-Phosphathaushaltes werden häufig zuerst im 24 Std. Urin nachgewiesen. Alleinige Bestimmung der Phosphatausscheidung unzureichend. Zur Beurteilung ist die Bestimmung der Phosphat-Clearance (Cp) sinnvoll (ermittelt wird das pro Min. von Phosphat geklärte Plasmavolumen):

Cp (ml/min) = (Urin-P (mg/dl) x Uvol (ml)) / (Serum-P (mg/dl) x Sammelzeit (min))

Referenzbereich: 5,4 - 16,2 ml/min


P: 12-stündige Nahrungskarenz sinnvoll. Zur Gesamtbeurteilung der Cp folgende Untersuchungen sinnvoll: Ca, P, Gesamteiweiß, Kreatinin, AP im Serum, Kreatinin-Clearance und Ca-Ausscheidung im Urin. Die Bewertung der Phosphat-Clearance nur sinnvoll bei intakter Nierenfunktion.

Stand: 23.01.2017

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