Analysen-Spektrum

Hyperhomocysteinämie, Mutation C677T des 5,10-Methylentetrahydrofolatreduktase-Gens

Material

2 ml EDTA-Blut

Verfahren

Nachweis der Mutation C677T des 5,10-Methylentetrahydrofolatreduktose-Gens nach Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) und anschließendem Restriktionsverdau

Klinische Relevanz

Mutationsanalyse zur Differentialdiagnose bei
- kardiovaskulären Erkrankungen
- Thrombophilie
- Müttern von Kindern mit Spina bifida oder Anencephalus

Anmerkungen

Die Hyperhomocysteinämie, angeboren oder erworben, ist ein unabhängiger Risikofaktor für arterielle und venöse Thrombosen. Neben der durch Mangel an Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 erworbenen Hyperhomocysteinämie ist die häufigste genetische Ursache eine Mutation im Gen der 5,10-Methylentetrahydrofolat-reduktase (MTHFR). Der Basenaustausch (Cytosin nach Thymidin) an Position 677 im MTHFR-Gen führt zu einer thermolabilen Variante des Enzyms mit reduzierter katalytischer Aktivität. Die Prävalenz dieser Mutation beträgt je nach Bevölkerung zwischen 5 und 20%. Weiterhin wird vermutet, dass ein Teil aller Neuralrohrdefekte mit homozygoten Mutationen im Zusammenhang stehen.

Anforderungsscheine

Stand: 15.05.2012

Wichtige Information:

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