Alphabetisches Analysenverzeichnis

Hämoglobin-A1c-Fraktion

HbA1c

Material

2 ml EDTA-Blut

Referenzbereiche

4,3 - 6,1 %
(IFCC: 3,0 – 4,0 %)

Klinische Relevanz

Beurteilung der Blutzuckereinstellung bei Diabetikern

> 10 %
Gefahr der Stoffwechseldekompensation, Entwicklung von diabetischen Langzeitkomplikationen (z. B. Mikro- und Makroangiopathie).

 

Therapiezielbereiche Diabetes mellitus Typ 1 nach DDG-Leitlinie:

Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes soll der angestrebte HbA1c-Wert unter 7,5 % (58 mmol/mol) sein, ohne dass schwerwiegende Hypoglykämien auftreten.

 

Therapiezielbereiche Diabetes mellitus Typ 2 nach Nationaler Versorgungs-Leitlinie:

Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes soll zur Prävention von Folgekomplikationen ein HbA1c-Korridor von 6,5 % bis 7,5 % unter Berücksichtigung der individualisierten Therapieziele angestrebt werden.

 

Diabetikerinnen
< 6 % präkonzeptionell und während der Schwangerschaft

Anmerkungen

Der HbA1c-Spiegel entspricht dem Glukose-Spiegel während der letzten 1 - 2 Monate, normale Blutglukose und eine erhöhte HbA1c-Fraktion sprechen bei bekanntem Diabetes mellitus für ungenügende Einstellung. Nach Glukose-Toleranztest sind die HbA1c-Spiegel vom 10. Tag an erhöht und normalisieren sich erst nach 30 - 60 Tagen, Kontrolle im Abstand von 4 - 6 Wochen sinnvoll.

Erniedrigte HbA1c-Werte finden sich bei verkürzter Erythrozytenlebenszeit (z.B. bei hämolytischer Anämie) oder junger Erythrozyten-Population bei chronischem Blutverlust bzw. in der Regenerationsphase nach Blutungsanämie.

Stand: 11.08.2017

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