Analysen-Spektrum
Drogenanalytik
Klinische Relevanz
- Verdacht auf Drogenmissbrauch
- Substitutionskontrolle
Anmerkungen
H: Die am häufigsten verwendeten Substanzen lassen sich in folgende Gruppen einteilen:
- Amphetamine - Barbiturate - Benzodiazepine
- Cannabinoide - Kokain - Opiate
- synthetische Opioide z.B. Methadon, Buprenorphin
- Sonstige/Medikamente z.B. TCA
Aufgrund der längeren Nachweisbarkeit von Drogen im Urin im Vergleich zu Serum ist Urin das Material der Wahl. Mittels Haaranalysen lassen sich Informationen über eine länger zurückliegende Aufnahme von Drogen erhalten.
Zur Analytik werden zwei verschiedene Techniken eingesetzt:
1. Screening:
Der immunologische Screening-Test (Vortest) ergibt ein vorläufiges, qualitatives oder semiquantitatives Ergebnis. Diese kostengünstige Technik kann sehr schnell durchgeführt werden und hat den Vorteil, das ganze Stoffgruppen mit einer einzigen Analyse geprüft werden können (Screening). Allerdings können falsch positive oder falsch negative Ergebnisse nicht ausgeschlossen werden. Gründe hierfür sind Kreuzreaktivitäten, eine begrenzte Sensitivität sowie eine gewisse Störanfälligkeit dieser Technik. Abschließende Sicherheit ist nur mit einer Bestätigungsmethode möglich.
2. Bestätigung:
Für eine eindeutige Aussage sollten insbesondere positive Screening-Ergebnisse immer mit einem spezifischeren analytischen Verfahren (z.B. GC-MS, LC-MS) quantifiziert bzw. differenziert (d.h. bestätigt) werden. Im Unterschied zum Screening werden dabei einzelne Stoffe separat erfasst. Zudem ist die Sensitivität dieser Technik oft deutlich besser als die des entsprechenden Screening-Testes.
Weitere Informationen siehe unter:
- Drogenanalytik im Serum / NaF-Blut
Stand: 17.10.2011
Wichtige Information:
Die Inhalte des Analysen-Spektrums sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Die Inhalte des Analysen-Spektrums dürfen und können nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden. Das Labor Lademannbogen fordert alle Benutzer mit Gesundheitsproblemen dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Arzt aufzusuchen.