Alphabetisches Analysenverzeichnis

Cholinesterase

CHE

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

Frauen: 3900 - 11250 U/l
Frauen in grav.: 3650 - 9120 U/l
Männer: 4600 - 12920 U/l

Klinische Relevanz

arrow_down.gif Lebererkrankungen (Leberzirrhose, chronische Hepatitis, Medikamenten- induzierte Leberschädigung), Organophosphatvergiftungen (Insektizide, z.B. E605)

arrow_up.gif Diabetes mellitus, koronare Herzerkrankungen, Hypolipoproteinämie Typ IV, Fettleber, nephrotisches Syndrom

Anmerkungen

Hämolyse vermeiden, da Erythrozyten hohe Konzentrationen an CHE enthalten. DD hepatische - extrahepatische CHE-Veränderungen: Die Synthese von Albumin erfolgt wie die von CHE in der Leber. Extrahepatisch induzierte CHE-Veränderungen sind unabhängig vom Albuminspiegel. Es gibt hereditäre CHE-Varianten, die wegen ihrer verminderten Fähigkeit, Succinyldicholin zu spalten, eine verlängerte Apnoe nach Anästhesie bewirken (s.u. "Butyryl-Cholinesterase-Varianten"). Prüfung wichtig vor der Gabe von Muskelrelaxantien bei Verdacht auf Leberschädigung oder Hinweis auf Cholinesterase-Varianten.

Gerinnungshemmende Substanzen hemmen die CHE-Aktivität. Diagnostik von Leberschäden: CHE nur in Kombination mit GPT und γ-GT beurteilen.

Stand: 22.09.2014

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