Alphabetisches Analysenverzeichnis

Bilirubin

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

gesamt: < 0,2 - 1,10 mg/dl
indirekt (unkonjugiert): < 0,75 mg/dl
direkt (konjugiert): < 0,25 mg/dl
Kinder s. Anhang

Umrechnungsfaktor

x 17,1 = µmol/l

Verfahren

Photometrie

Klinische Relevanz

arrow_up.gif vorwiegend direktes (konjugiertes) Bilirubin erhöht bei:
Hepatitis, Leberzirrhose, intra- und extrahepatische Cholestase, Medikamente, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom, familiäre Cholestase

arrow_up.gif vorwiegend indirektes (unkonjugiertes) Bilirubin erhöht bei:
hämolytische Anämie, Icterus neonatorum, Shunt-Hyperbilirubinämie, Abbau ausgedehnter Blutungen, Gilbert-Syndrom, Meulengracht-Syndrom, Crigler-Najjar-Syndrom

Anmerkungen

Dunkel lagern oder Röhrchen in Alufolie einwickeln! Intensive Lichteinwirkung führt zum Bilirubinabfall von 30 %/Std!
Hämolyse vermeiden: Hämoglobinwerte > 1,0 g/l im Serum täuschen falsch niedrige Bilirubinwerte vor. Erst bei Gesamtbilirubin > 2 mg/dl Differenzierung in direktes und indirektes Bilirubin angezeigt.

Erhöhte Werte bei Harnstoff- und Kreatininerhöhung (Urämie). Interferierende Medikamente, die zu falsch hohen Bilirubinwerten führen: Methyldopa, p-Aminosalicylsäure, Chloramphenicol, Tetracycline, Propranolol etc.

P: Medikamente mit Cholestase- und/oder hepatotoxischer Wirkung beachten.

Stand: 12.08.2013

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