Alphabetisches Analysenverzeichnis

Albumin im Serum

Material

1 ml Serum

Referenzbereiche

35 - 52 g/l

Verfahren

Photometrie

Klinische Relevanz

arrow_down.gif verminderte Synthese bei Lebererkrankung oder verminderter Proteinaufnahme
arrow_down.gif erhöhter Verlust, z.B. nephrotisches Syndrom
arrow_down.gif erhöhter Katabolismus z.B. bei schwerer Verbrennung oder Entzündung
arrow_up.gif Dehydratation

Anmerkungen

Albumin ist ein kohlenhydratfreies Protein, das etwa 55-65 % der gesamten Plasmaproteine ausmacht. Es dient der Erhaltung des onkotischen Plasmadrucks, dem Transport und der Speicherung einer Vielzahl von Liganden sowie als endogenes Substrat für die Bereitsstellung von Aminosäuren. Albumin transportiert verschiedene Substrate, z.B. Bilirubin, Calcium und langkettige Fettsäuren. Außerdem bindet es toxische Schwermetallionen sowie zahlreiche Pharmaka, weshalb eine erniedrigte Albuminkonzentration im Blut bedeutende pharmakologische Auswirkungen haben kann. Bei einem Plasmaalbuminspiegel < 25 g/l liegt eine schwere Hypalbuminämie vor, die aufgrund der Verminderung des intravasalen onkotischen Druckes zu Gewebeödemen führt. Mit der Albuminbestimmung kann außerdem die Reaktion des Patienten auf Proteinsupplementation überwacht sowie die Syntheseleistung der Leber überprüft werden.

Stand: 10.08.2017

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