Analysen-Spektrum
ADH
Anti-Diuretisches-Hormon, VasopressinMaterial
4 ml EDTA-Plasma gefroren
10 ml Urin
Referenzbereiche
EDTA-Plasma: Siehe Befundbericht
Urin: 1,9 - 52,0 ng/l
Klinische Relevanz
Diabetes insipidus centralis
Peptide mit ADH-Wirkung bei ektoper Produktion in Tumoren
(besonders beim kleinzelligen Bronchial-Ca)
Anmerkungen
H: Aufgrund der geringen Stabilität des ADH ist für die Bestimmung obligat tiefgefrorenes EDTA-Plasma einzusetzen. In Serum- oder Heparinplasmaproben können, bedingt durch die Bestimmungsmethode, unplausibel hohe ADH-Spiegel gemessen werden.
Blutentnahme im Labor oder Probe innerhalb von 30 Min. nach Abnahme abzentrifugieren und EDTA-Plasma gekühlt ins Labor bringen lassen. Bei Postversand EDTA-Plasma einfrieren und gefroren in Spezialverpackung (bitte anfordern) versenden. Kein Heparinplasma verwenden.
Die basalen ADH-Konzentrationen liegen häufig unter der Nachweisgrenze (0,6 ng/l). Die ADH-Ausschüttung ist abhängig von der Plasmaosmolalität. Nach Ausschluß eines Diabetes mellitus empfiehlt es sich daher, zur Differenzierung einer Polyurie (neurogener Diabetes insipidus, renaler Diabetes insipidus, primäre Polydipsie) die Bestimmung des ADH sowie der Plasma- und Urinosmolalität nach einer 12-stündigen Durstperiode durchzuführen.
P: 12 Std. vor Blutentnahme keinen Kaffee, Tee oder Nikotin sowie 48 Std. Medikamentenpause, sofern medizinisch vertretbar.
Stand: 20.10.2011
Wichtige Information:
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