Analysen-Spektrum
ACTH-Stimulationstest
Synacthen-TestMaterial
je 1 ml Serum
Sonstiges
Meßparameter: Cortisol oder 17-OH-Progesteron
Anstieg: bei normalen Ausgangswerten nach Stimulation auf den 2fachen Ausgangswert
Beurteilung s. Befundbericht
Klinische Relevanz
Überprüfung der Stimulierbarkeit zum Nachweis bzw. Ausschluß einer Nebennierenrindeninsuffizienz.
Steigt der Serumcortisolspiegel nach dem Test um 10 µg/dl und mehr, so ist eine NNR-Insuffizienz mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen.
Überschießender Anstieg des Cortisol beim ACTH-abhängigen Cushing-Syndrom aufgrund NNR-Hyperplasie.
Überschießender Anstieg von Glucocorticoid- und Mineralocorticoid-Vorstufen bei adrenalen Enzymdefekten.
Einsatz in der Diagnostik des "Late onset-AGS" (Messung von α-Hydroxyprogesteron, 17-OHP), insbesondere in der Differentialdiagnostik der Hyperandrogenämie.
Anmerkungen
H: 0,25 mg Synacthen (synthetisches ACTH) werden i.v. appliziert. Blutabnahme (nüchtern zwischen 8 und 9 Uhr) vor, 30 und 60 Min. nach Injektion. Der ACTH-Stimulationstest ist zur Detektion eines AGS-Heterozygotenstatus ("late onset"-AGS) geeignet.
Bei pathologischem Ausfall (17-OHP-Anstieg > 2,6 ng/ml) sollte eine molekulargenetische Untersuchung angeschlossen werden, s.u. Adrenogenitales Syndrom (AGS), 21-Hydroxylase-Defizienz.
Stand: 29.03.2012
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