Analysen-Spektrum
Mikrobiologie
Sputum I
Nachweis von pathogenen KeimenSonstiges
Untersuchung
- Grampräparat
- aerobe Kultur
- Keimidentifizierung
- ggf. Antibiogramm
Auf Anforderung durchgeführte Untersuchungen
- Pilzkultur
- Kultur auf Legionellen
- Nachweis von Chlamydophila-pneumoniae-DNA mittels PCR
- Nachweis von Legionellen-DNA mittels PCR
- Nachweis von Mycoplasma-pneumoniae-DNA mittels PCR
Klinische Relevanz
Bronchitis, Bronchiolitis, Pneumonie
Am besten geeignet ist das 1. Morgensputum.
Bei Pneumonie sollte auch an die Entnahme von Blutkulturen gedacht werden, insbesondere bei Pneumokokken-Pneumonie erhöht sich dadurch die Nachweis-Wahrscheinlichkeit erheblich.
Verdacht auf Candidose oder Aspergillose
atypische Pneumonie
Bei V.a. Legionellose auch Einsendung von Urin zum Antigennachweis empfohlen.
Die PCR-Untersuchungen aus BAL sind denen aus Sputum vorzuziehen.
Anmerkungen
Die Ausbeute an Infektionserregern ist abhängig von der Probengewinnung. Diese sollte möglichst morgens erfolgen. Ggf. Prothesen entfernen. Kurz vor der Expektoration Mund mehrmals gründlich mit frischem Leitungswasser spülen (kein Mundwasser verwenden!).
Mehrmals tief ein- und ausatmen, nach jedem Einatmen Luft 3-5 Sekunden anhalten. Die Atemarbeit fördert die Sputumproduktion. Erneut tief Luft holen und dann Sputum gründlich in das Sputum-Röhrchen (30 ml Kunststoff-Röhrchen mit Schraubverschluss) abhusten. Benötigte Menge:> 1 ml.
Bei erfolgloser Expektoration Provokation durch Inhalation von erwärmtem hypertonen Aerosol (z.B. wässrige Lösung von 10 % Glyzerin und 15 % NaCl) oder Gabe von Mukolytika. Der Patient muss darüber aufgeklärt werden, dass Sputum kein Speichel ist. Das Sputum sollte bis zur Abholung, möglichst innerhalb von 2 Stunden, im Kühlschrank aufbewahrt werden, um eine Überwucherung durch Keime der Mundflora zu vermeiden (jedoch nicht länger als 24 Std., da empfindliche Erreger sonst absterben).
Legionellenantigen-Nachweis siehe "Urin-Diagnostik IV".
Stand: 10.02.2012
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