Analysen-Spektrum

Humangenetik

Agammaglobulinämie, X-chromosomale

Material

2 ml EDTA-Blut

Verfahren

Nachweis von Mutationen im BTK-Gen durch PCR und anschließende Sequenzierung

Klinische Relevanz

Mutationsanalyse zur Differentialdiagnose

- bei Patienten mit Verdacht auf eine Agammaglobulinämie
- bei Patienten mit unklaren rezidivierenden Infektionen
- zur Risikoabschätzung bei familiärer Häufung der o.g. Krankheitsbilder.

Anmerkungen

Die X-chromosomal rezessiv vererbte Form der Agammaglobulinämie (Typ Bruton, Morbus Bruton) betriftt v.a. männliche Patienten und wird verursacht durch Mutationen im BTK-Gen, welches die Bruton-Tyrosinkinase kodiert. Klinisch imponieren rezidivierende bakterielle Infektionen der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes, sowie chronische Infektionen mit Enteroviren. Bei einem Mangel der Bruton-Tyrosinkinase kommt es zu einer gestörten Reifung der B-Lymphozyten mit mangelnder Produktion von Immunglobulinen. Die Behandlung ist symptomatisch und besteht in der regelmäßigen intravenösen Zufuhr von Immunglobulinen.

Das BTK-Gen liegt auf dem kurzen Arm des X-Chromosoms (Xp22). Durch die molekulargenetische Untersuchung werden etwa 95% der Mutationen im BTK-Gen sicher erkannt.

Anforderungsscheine

Stand: 04.04.2012

Wichtige Information:

Die Inhalte des Analysen-Spektrums sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Die Inhalte des Analysen-Spektrums dürfen und können nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden. Das Labor Lademannbogen fordert alle Benutzer mit Gesundheitsproblemen dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Arzt aufzusuchen.