Analysen-Spektrum
Gerinnung / Transfusionsmedizin
Plasminogen-Aktivität
Material
3 ml Citrat-Blut
Referenzbereiche
75 - 140 %
Klinische Relevanz
Leberparenchymschäden
disseminierte intravasale Gerinnung
fibrinolytische Therapie
Östrogene, anabole Steroide
orale Kontrazeptiva
Schwangerschaft
Anmerkungen
H: Plasminogen ist das Schlüsselenzym der Fibrinolyse. Durch bestimmte Plasminogenaktivatoren (z.B. t-PA) erfolgt die proteolytische Umwandlung von Plasminogen zu Plasmin. Dieses bindet sich an polymerisierte Fibrinfäden und spaltet sie. Die kleinsten Untereinheiten sind die D-Dimere. Freies Plasmin wird durch seinen Inhibitor α2-Antiplasmin sofort abgebunden. Der Plasminogenmangel ist zumeist erworben bei verminderter Synthese (Leberfunktionsstörung) oder infolge eines vermehrten Umsatzes bei sytemischer, fibrinolytischer Therapie bzw. im Rahmen frischer Thrombosen. Ein Plasminogenmangel geht mit einem erhöhten Thromboserisiko einher, da das fibrinolytische Potential vemindert ist und zählt zu den seltenen Ursachen der hereditären Thrombophilie.
Eine Plasminämie mit konsekutiver Blutungsneigung wird bei der AML beschrieben.
Stand: 13.10.2011
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