Analysen-Spektrum
Gerinnung / Transfusionsmedizin
Heparin-induzierte Thrombozytopenie
HIT Typ IIMaterial
9 - 12 ml Citrat-Blut und
5ml Vollblut (1 Serummonovette)
Referenzbereiche
negativ
Klinische Relevanz
Notfalldiagnostik
- Thrombozytenabfall um 50 % vom Ausgangswert oder Thrombozytopenie unter Heparin (unfraktioniertes oder fraktioniertes, niedermolekulares Heparin)
- Thrombose (arteriell oder venös) unter Heparin
- auch bei normaler Thrombozytenzahl
- Heparinallergie
Anmerkungen
H: Dieser Test wird nach telephonischer Rücksprache mit dem Gerinnungslabor (ggf. Anrufbeantworter) jederzeit auch am Wochenende durchgeführt, da eine HIT Typ II eine lebens- bzw. organbedrohliche Komplikation darstellt. Um diese rechtzeitig zu erkennen, wird eine Zählung der Thrombozyten vor Exposition und alle 2 - 3 Tage ab dem 4. Expositionstag empfohlen, in der 3. Behandlungswoche sinkt das Risiko, bei Reexposition kann es ggf. früher zum Thrombozytenabfall kommen. Neben dem ELISA-Test zum Nachweis der Heparin-Plättchenfaktor-4-Antikörper. Wird ein funktioneller Test durchgeführt (Thrombozytenaggregation), ist eine intensive Behandlung mit Hirudin oder Orgaran® notwendig. Nach alleinigem Absetzen des Heparins - ohne alternative Behandlung - ist in ca. 50 % der Fälle mit weiteren Thrombosen zu rechnen.
Stand: 15.12.2011
Wichtige Information:
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