Analysen-Spektrum
Gerinnung / Transfusionsmedizin
AK gegen Cardiolipine
AK gegen Phospholipide, IgG, IgMMaterial
5 ml Vollblut oder Citratplasma
Referenzbereiche
IgG AK: < 10 GPL-U/ml
IgM AK: < 10 MPL/Uml
Klinische Relevanz
Antiphospholipid-Syndrom (venöse oder arterielle Gefäßverschlüsse, Thrombozytopenie, rezidivierende Aborte)
SLE und andere Kollagenosen, Autoimmunerkrankungen
Präeklampsie, HELLP-Syndrom
Migräne, MS-like-disease
Anmerkungen
H: Zur Gruppe der Antiphospholipid-AK zählen auch die AK gegen Cardiolipine. Diese finden sich in 2 - 5 % der asymptomatischen Bevölkerung, aber in 20 - 30 % der Patienten mit systemischen Autoimmunerkrankungen oder Gefäßverschlüssen (häufig atypische Lokalisationen, arteriell oder venös). Diese AK stellen zusammen mit dem [a:1404,Lupusantikoagulanz] die häufigste, erworbene Ursache für Thrombosen dar. Wegen des gehäuften Auftretens von AK gegen Cardiolipine bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie SLE ist die gleichzeitige Bestimmung antinukleärer AK sinnvoll. Syphilis-Patienten weisen vielfach auch AK gegen Cardiolipine auf, das Reagin gehört ebenfalls zur Gruppe der Phospholipide. Andere Ursachen für erhöhtes Cardiolipin IgM wären Borreliose, Hepatitis, HIV-Infektion.
E: Das Material sollte nicht wiederholt eingefroren werden, da ansonsten ein Abfall der AK auftritt.
Anforderungsscheine
Stand: 09.01.2012
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