Analysen-Spektrum

Funktionsteste

Sekretin-Provokationstest Syn. Sekretin-Test, Gastrin nach Sekretinstimulation

Material

je 1 ml Serum

Referenzbereiche

s.u. "Hinweise" und im Befundbericht

Sonstiges

Meßparameter: Gastrin

Klinische Relevanz

Diagnose des Zollinger-Ellison-Syndroms (Syn. ZES, Gastrinom), Therapiekontrolle, erhöhte basale Gastrinspiegel

Anmerkungen

H: Erste Blutabnahme vor Versuchsbeginn, danach werden 2 E/kg Sekretin i.v. appliziert. Anschließend wird nach 2, 5, 10 und 30 Min. erneut Blut abgenommen. Ein Anstieg des Serumgastrins um mehr als 200 ng/l gilt als beweisend für das Vorliegen eines ZES. Eine postoperative Normalisierung zeigt die vollständige Entfernung der Gastrinome an.
Bei anderen Grunderkrankungen mit erhöhten basalen Gastrinspiegeln, z. B. Ulcus duodeni, chronisch atrophische Gastritis etc. kommt es nur zu einem geringeren Anstieg oder sogar zum Abfall der Gastrinkonzentrationen im Serum.

E: Bei etwa 10 % der Patienten mit ZES ist der Sekretin-Provokationstest negativ. Die Gabe von Protonenpumpenblockern (Typ Omeprazol) sollte mindestens 5-7 Tage vor dem Test abgesetzt werden.

Stand: 13.04.2011

Wichtige Information:

Die Inhalte des Analysen-Spektrums sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Die Inhalte des Analysen-Spektrums dürfen und können nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden. Das Labor Lademannbogen fordert alle Benutzer mit Gesundheitsproblemen dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Arzt aufzusuchen.