Analysen-Spektrum
Funktionsteste
Quecksilber Kaugummitest bei Patienten mit Amalgamfüllungen
Material
5 ml Speichel je Röhrchen
ggf. 10 ml Spontanurin
Referenzbereiche
Speichel I (vor dem Kauen)
Medianwert: < 3,0 µg/l
Speichel II (nach dem Kauen)
Medianwert: < 10,0 µg/l
Klinische Relevanz
Verdacht auf Quecksilberfreisetzung aus Amalgamfüllungen
Anmerkungen
H: Bei Patienten ohne Amalgamfüllungen findet sich im Speichel vor und nach dem Kauen kein relevanter Unterschied in der Quecksilberkonzentration (Maximum: 1,6 µg/l).
Wenn die Quecksilberkonzentration im Speichel II mehr als 5 µg/l höher liegt als im Speichel I bzw. wenn die Quecksilberkonzentration im Speichel I schon höher war als im Urin, deutet dies auf einen erhöhten Abrieb aus Amalgamfüllungen hin.
P: 2 Stunden vorher nichts kauen, nur trinken. 5 ml Speichel in Röhrchen I sammeln und ggf. 10 ml Spontanurin abgeben. 5 - 10 Min. zuckerfreien Kaugummi auf den Amalgamfüllungen intensiv kauen. Während dieser Zeit den Speichel in Röhrchen II sammeln. Die Probenröhrchen bitte eindeutig beschriften. Speichel I und Speichel II und die Urinprobe auf Quecksilber untersuchen lassen.
Dieser Test erlaubt keine Aussage auf eine chronische Quecksilberintoxikation. Dafür wäre eher der Quecksilber DMPS (Dimaval ®)-Mobilisationstest geeignet.
Stand: 04.04.2012
Wichtige Information:
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