Analysen-Spektrum
Funktionsteste
MEGX-Test
Bestimmung von Monoethylglycinxylidid (MEGX) vor und nach LidocaingabeMaterial
2 ml Serum
Referenzbereiche
s. Befundbericht
Sonstiges
Fremdleistung
Meßparameter: MEGX im Serum
Klinische Relevanz
Leberfunktionstest
- Lebertransplantation
- Organspender
- Organempfänger
- Leberzirrhose
Anmerkungen
H: Blutentnahme vor und 15 bzw. 30 Min. nach i.v. Gabe von 1 mg/kg Körpergewicht Lidocainhydrochlorid. Liegt die MEGX-Konzentration vor Lidocaingabe oberhalb der Nachweisgrenze (3 µg/l), so ist diese Konzentration vom MEGX-15-Min.- und 30-Min.-Wert abzuziehen. Die Organqualität wird bei MEGX-15- Min.-Werten von < 15 µg/l als schlecht, bei 50 - 90 µg/l als fraglich und bei > 90 µg/l als gut bezeichnet. Bei Patienten mit Leberzirrhose stark erniedrigte Werte. MEGX-Werte (30 Min.) < 10 µg/l bedeuten eine schlechte Prognose. Lidocain ist ein Aminoethylamin, das in der Leber durch das Cytochrom P450-Enzymsystem deethyliert wird. Hauptmetabolit ist Monoethylglycinxylidid (MEGX). Die Bestimmung von MEGX nach Lidocaingabe i.v. ist sinnvoll zur Beurteilung von Leberorganspendern, aber auch zur Abschätzung der Leberfunktion von Transplantationskandidaten. Die Serumkonzentration von MEGX nimmt direkt im Verlauf zur Leberschädigung ab.
E: Keine Testdurchführung bei Lidocainallergie und kardialer Schädigung.
Stand: 04.04.2012
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