Analysen-Spektrum
Funktionsteste
Dexamethason-Hemmtest
Material
je 1 ml Serum
Referenzbereiche
s.u. "Hinweise" und im Befundbericht
Sonstiges
Meßparameter: Cortisol
Klinische Relevanz
Abklärung der Aktivität des Hypophysen-Nebennierenrindensystems
Differentialdiagnose des Cushing-Syndroms
Anmerkungen
H: Abnahme des Basiswertes am ersten Tag morgens um 8 Uhr, am Abend um 23 Uhr Applikation von 2 mg Dexamethason p.o., zweite Blutentnahme am Morgen danach um 8 Uhr. Deutlicher Abfall des Serumcortisolspiegels spricht für physiologischen Feedback-Mechanismus (Spiegel unter 3 µg/dl schließen ein Cushing-Syndrom aus). Fehlender Abfall bei Cushing-Syndrom, aber auch bei endogener Depression, Anorexia nervosa und schwerer Sepsis. Ein pathologischer Dexamethason-Hemmtest ist deshalb nicht beweisend für ein Cushing-Syndrom. Bei Cushing-Syndromen hypophysärer Genese, z.B. Adenomen, ist mit höheren Dexamethason-Dosen (8 mg) meist ein partieller Cortisolsuppressionseffekt (unter 50% der Ausgangskonzentration) zu beobachten, während bei NNR-Tumoren oder einer ektopen, paraneoplastischen ACTH-Produktion auch mit hohen Dexamethasondosen meist kein Hemmeffekt erzielt wird.
Stand: 29.03.2012
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